Schneideprogramme – Video schneiden und bearbeiten

Die Seite Schneideprogramme – Video schneiden und bearbeiten richtet sich in erster Linie an Anfänger, die sich an die Videobearbeitung herantasten möchten.

Vermutlich hast du schon viele Aufnahmen mit deinem Handy, Fotoapparat oder einer Videokamera gemacht und fragst dich nun, was du mit diesem Bildmaterial anstellen sollst.

Ich werde also versuchen, dir dieses spannende Thema näher zu bringen. Spannend deshalb, weil es gleichzeitig kreative und technisch begeisterte Menschen anspricht. Kreativität und Technik, Hand in Hand.

Aber warum soll man sich den die Mühe machen, einen tollen Film zusammenzuschneiden. Warst du schon einmal bei Verwandten oder Bekannten und musstest dir einen 2-stündigen verwackelten Ferienfilm anschauen? Genau deshalb habe ich vor knapp 30 Jahren begonnen, mich mit diesem Thema zu befassen.

Ich bin der Meinung, ein schön gemachtes Video ist eine tolle Möglichkeit, einen unvergesslichen Moment auf lange Zeit festzuhalten. Seien wir ehrlich, wirst du dir deine bis jetzt gesammelten Filmschnipsel je wieder anschauen? Ich verspreche dir, dass du in einigen Jahren begeistert von deinen heute gemachten Filmen sein wirst. Falls du kleine Kinder hast, filme soviel du kannst. Bewegende Momente sind dir garantiert, wenn du später die ersten Gehversuche oder die ersten Worte wieder anschauen kannst. Fotos sind sicher auch toll, aber Videos sind unschlagbar!

Auf den nächsten Seiten werden wir uns an die Grundlagen der Videobearbeitung herantasten. Du wirst erfahren, welche Programme du dazu verwenden kannst und was für technische Einrichtungen vorhanden sein sollten. Aber keine Angst, es ist für jeden lernbar! Für viele ist es ein richtiges Hobby geworden. Sollte viel an kreativem Potential in dir schlummern, kannst du eines Tages vielleicht sogar Geld damit verdienen.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim schneiden deiner ersten eigenen Videos!

Grundlagen des Videoschnitts

Zuerst musst du dein Videomaterial in den PC oder Laptop übertragen. Das geht am besten mit der Software, die du mit der Kamera erhalten hast. Da die meisten Geräte heute auf eine Speicherkarte aufzeichnen, kannst du dein Material auch mit einem universellen Speicher-Kartenleser übertragen.

Danach bearbeitest du mit der entsprechenden Software dein Video. Alle Schneideprogramme haben eine sogenannte Zeitleiste. Dort werden die verwendeten Szenen angeordnet und in der gewünschten Reihenfolge positioniert. Szenen nennt man übrigens die Filmschnipsel, die die Kamera zwischen dem Starten und Stoppen aufnimmt. Zwischen diesen Szenen kann man auch noch Übergänge anordnen. Mit diesen Übergängen oder Blenden bestimmst du, wie der Wechsel von einer Szene zur anderen geschehen soll. Jeder Filmschnipsel ist bearbeitbar. Das heißt du kannst Bildveränderungen vornehmen, wie zum Beispiel Korrekturen der Helligkeit oder Farbe. Auch können Spezialeffekte, wie eine Bildstabilisierung darüber gelegt werden.

Hier siehst du als Beispiel den Hauptbildschirm von Premiere. In der sogenannten Zeitleiste (leicht blau umrandet) siehst du einige farbige Klötzchen, mit oder ohne Bild. Das sind die Filmschnipsel oder Effekte, die du dann einfach hin und her schieben kannst.

Schneideprogramme - Video schneiden und bearbeiten 1

Die Zeitleiste hat auch bei jedem Programm Tonspuren, wo du Musik, Geräusche oder Sprachaufnahmen hinterlegen kannst. So kannst du nach und nach deiner Kreativität freien Lauf lassen und ein tolles Video gestalten.

Zum Schluss wird dein fertig zusammengebauter Film ins richtige Format gespeichert. Diesen Vorgang nennt man rendern. Welches Format du da am besten wählst, siehst du unter „die wichtigsten Ausgabeformate“.

Wie finde ich das richtige Programm?

Eigentlich ist die Auswahl gar nicht so gross, wie man vielleicht meinen könnte. Man unterscheidet hier zwischen Einsteiger- und Profi Programmen. Von den Freeware Programmen würde ich eher die Hände lassen. Da du doch einige Zeit mit deinem neuen Programm verbringen wirst, lohnt sich die Investition einer Kauf-Software allemal. Bei allen Herstellern kannst du dir kostenlos eine Testversion herunterladen. So findest du sicher schnell heraus, welches Programm dir am besten liegt.

Creative Suite von Adobe – schneiden wie ein Hollywood Regisseur

Ich arbeite seit einigen Jahren mit der Creative Suite von Adobe. Darin sind neben dem Schnittprogramm noch andere Programme wie der berühmte Photoshop oder die gewaltige Software für Spezialeffekte After Effects enthalten. Das Schnittprogramm nennt sich Premiere Pro CC.

Ich bin begeistert von dieser Software, weil kein anderes Schneideprogramm deinen Kreativprozess besser unterstützt. Vom Einsteiger bis zum Hollywood Regisseur ist es perfekt einsetzbar. Kein Witz, auch aktuelle Kinofilme werden mit diesem Programm geschnitten! Um alle Funktionen sinnvoll nutzen zu können, ist ein gewisse Einarbeitungszeit nötig, das möchte ich nicht verschweigen. Aber man ist schon sehr schnell in der Lage, einfache Videos zu schneiden. Du kannst also selber entscheiden, wieviel Lernaufwand du betreiben möchtest. Es gibt unzählige Lernvideos, die dich bei der Arbeit unterstützen können.

Die Creative Suite ist als Monatsabo direkt bei Adobe erhältlich. Die Preise bewegen sich zwischen Fr. 23.75 bis Fr. 58.30 pro Monat. Je nachdem, ob du nur einzelne Programme oder das ganze Paket abonnierst. Das Abo System hat für dich den Vorteil, dass du immer mit der aktuellsten Version arbeiten kannst. Und die Kosten verteilen sich etwas. Für Updates entstehen also keine zusätzlichen kosten. Du kannst auch entscheiden, ob du die gesamte Suite mit allen Programmen oder nur das Schneideprogramm Premiere Pro CC abonnieren möchtest. In der Suite sind dann auch Knüller wie der Photoshop dabei, das Profiprogramm für alle Fotografen.

Alle Programme sind dabei untereinander kompatibel. Das heißt, du kannst mit dem Photoshop ein Bild bearbeiten, dass du dann wieder in einen Film mit Premiere Pro CC integrieren kannst. Auch mit After Effects verhält es sich gleich, so dass du damit Effekte erstellen kannst, die dann in Premiere Pro CC integriert werden können. Mehr zum Thema After Effects findest du unter Video Effekte oder Compositing.

Relativ neu ist in der Suite auch eine Version, die du auf einem Smartphone oder Tablet nutzen kannst. Diese nennt sich Adobe Premiere Clip und gehört zum Abo des Schnittprogramms dazu. Damit kannst du wirklich schnell und einfach einen mit dem Handy gefilmten Clip bearbeiten.

Schau dir auf jeden Fall einmal die Creative Suite genauer an!

Magix Video deluxe

Gerade für dich als Einsteiger möchte ich dir auch noch das Softwarepaket von Magix vorstellen. Mit diesem Programm habe ich auch schon gearbeitet und kann es ebenso empfehlen. Hier hast du den Vorteil eines guten Preis-/Leistungsverhältnisses und keinen Abo Gebühren. Nachteil ist natürlich, dass fast jedes Jahr eine neue Version auf den Markt kommt, die du dann auch gerne möchtest…Jedenfalls war dies bei mir so. Es gibt 3 Versionen die sich vor allem durch die Menge der vorhandenen Effekte und Plugins unterscheiden. Bei der Premium Version ist sogar noch eine eigene Tastatur dabei. Gerade Profis arbeiten hauptsächlich mit einer Tastatur, da sich die Bildsteuerungen damit präzise steuern lassen.

Die Bedienung der Software ist schnell erlernbar und man kann auch erstaunlich viel an Möglichkeiten aus dem Programm herausholen. Sobald du jedoch Ambitionen zum Arbeiten im 3D Raum oder viel mit Effekten zu tun hast, ist die Adobe Creative Suite entsprechend leistungsfähiger.

Hier kannst du dir einmal einen Überblick über das Video deluxe Programm verschaffen, das übrigens das meistverkaufte Schnittprogramm im deutschsprachigen Raum ist:


Corel Video Studio

Das dritte Programm, dass ich noch erwähnen möchte, ist das Corel Video Studio. Das gibt es in 2 Versionen und richtet sich ganz an den Einsteiger. Zu einem fairen Preis erhälst du ein gutes Programm, dass dir sicher am Anfang reichen wird. Die beiden Versionen unterscheiden sich auch hier vor allem in der Menge der vorhandenen Effekte und Plugins.

Auf der Webseite von Corel findest du die Details dazu:


Daneben gibt es noch einige andere Hersteller von Schneideprogrammen. Ich möchte dir jedoch nur Software empfehlen, die ich wirklich kenne und getestet habe. Der Hauptgrund ist die Stabilität der Programme, die leider nicht überall optimal ist. Ich habe bei mehreren Herstellern diesbezüglich schon Probleme festgestellt! Es gibt nichts mühsameres, als wenn man eine tolle Szene hinbekommen hat und vor dem Speichern der Rechner abstürzt!

Der richtige PC oder Laptop

Zum Schluss müssen wir unbedingt noch über deinen PC oder Notebook sprechen. Der Nachteil der Schneideprogramme ist nämlich deren Leistungshunger. Die angegebenen Spezifikationen der Hersteller, die du auf den entsprechenden Webseiten findest, sind das absolute Minimum. Damit läuft das Programm zwar, aber an ein vernünftiges Arbeiten ist noch nicht zu denken. Gerade wenn du Szenen im 4K Bildformat bearbeiten möchtest, brauchst du einen schnellen Rechner!

Ich möchte dich hier mit den technischen Details etwas verschonen, vielleicht interessiert dich das auch nicht besonders. Aber folgendes brauchst du auf jeden Fall:

 

  • Multicore-Prozessor mit 64-Bit-Unterstützung !
  • Microsoft Windows 7 mit Service Pack 1 (64 Bit), Windows 8 (64 Bit) oder Windows 10 (64-Bit) oder Mac OS X 10.10, 10.11 oder 10.12.
  • Mindestens 16 GB RAM
  • Eine grosse Festplatte für die Daten.
  • Eine gute Grafikkarte.

Zugegeben, diese Angaben sind etwas vage. Aber als Faustregel kannst du dir merken, dass ein Rechner für Gamer perfekt wäre!

Bevor du ein neues Gerät kaufst, kannst du dir ja einmal eine Testversion kostenlos auf deinem PC oder Notebook installieren. So findest du schnell heraus, ob ein flüssiges Arbeiten damit möglich ist.

Unter Video Zubehör findest du Beispiele von preiswerten optimalen Geräten.