Videoformate

Viele Videoformate gibt es, doch welches ist das Richtige für meinen Film?

Diese Frage kann ich dir leider nicht einfach so beantworten. Denn es gibt kein richtiges Ausgabeformat. Es kommt immer stark darauf an, auf welchem Gerät du deinen Film abspielen oder zeigen willst. Auf deinem riesigen HD TV willst du keinen, fürs Smartphone optimierten Beitrag anschauen. Auch wenn du ein Video auf Youtube oder sonstwo im Internet veröffentlichen willst, brauchst du wieder ein anderes Format. Zugegeben, dies ist ein eher mühsames und langweiliges Thema. Aber wir kommen nicht daran vorbei, denn dein Videoschnittprogramm wird dich am Ende der Bearbeitung nach dem Videoformat fragen. Ich gebe dir hier einen Überblick über die gebräuchlichsten Formate. Am besten setzt du dir ein Lesezeichen zu dieser Seite und schaust dir das genauer an, wenn du es wirklich brauchst.

Man kann übrigens jedes Videoformat auch wieder in ein anderes umwandeln! Das ist zum Beispiel sehr praktisch, wenn du einen in einem großen HD Format gespeicherten Film auf deinem Smartphone anschauen willst.

Für alle solchen Umwandlungsarbeiten oder Konvertierungen empfehle ich dir folgendes absolut kostenlose Freeware Programm:

Der Freemake Video Converter

Die wichtigsten Videoformate

MPEG-2

MPEG-2 ist ein älteres Format, aber immer noch weit verbreitet. Das Videoformat bildet die Grundlage für DVDs und wird oft im digitalen Fernsehen verwendet. MPEG-2 trägt meist die Dateiendungen .mpg oder .mpeg. Auf Kameras liegen sie häufig als .ts-Datei vor, auf DVDs verbergen sie sich hinter der Dateiendung .vob.

Vorteil:
weite Verbreitung, Fernseh- und DVD-Standard

Nachteil:
benötigt viel Speicherplatz

MPEG-4/MP4

MPEG-4 ist zur Zeit mein Favorit. Ein modernes und flexibles Videoformat, denn ist es auf eine hohe HD-Bildqualität bei geringer Speicherkapazität ausgelegt. Besonders im Internet sind .mp4-Dateien verbreitet, aber auch beim HD-Fernsehen und auf Blu-Ray.

Der gebräuchliche Standard ist H.264, seltener werden die älteren Codecs DivX und Xvid verwendet.

Vorteile:
hohe Kompression, hohe Qualität, Web-Standard, sehr flexibel

Nachteil:
rechenintensiv

QuickTime

QuickTime von Apple wird vor allem im professionellen Bereich eingesetzt. Zum Beispiel um Videodateien verlustfrei in verschiedenen Programmen nutzen zu können.

Abseits davon können nur wenige Endgeräte diese .mov-Dateien abspielen.

Vorteil:
Standard für professionellen Videoschnitt

Nachteil:
nur auf wenigen Endgeräten abspielbar

AVI (Audio Video Interleave)

Eines der ältesten Formate ist das AVI. Das wurde von Microsoft entwickelt und war lange Zeit das Standardformat im Windows.

Anfangs überzeugte AVI durch gute Bildqualität, brauchte aber enorm viel Speicherplatz. Mit der Zeit und dank neuerer Codecs wie DivX wurden .avi-Dateien kleiner und handlicher. AVI wird dafür von sehr vielen Endgeräten abgespielt.

Vorteil:
weite Verbreitung

Nachteil:
braucht viel Speicherplatz

MKV (Matroska)

Ein neueres Format, dass man immer häufiger sieht. Vor allem im Heimkinobereich setzen heute viele auf .mkv-Dateien. Aber Achtung, viele TV’s können dieses Format nicht abspielen. Es eignet sich also weniger für den Videoschnitt.

Vorteile:
gute Videoqualität, hohe Kompression, hohe Flexibilität

Nachteil:
je nach Endgerät nur eingeschränkt abspielbar

HTML5/WebM

Die Zukunft des Internetvideos gehört WebM. Dieses Format basiert auf Matroska und wurde speziell zur Nutzung für Webseiten entwickelt. Es braucht wenig Speicherplatz und schafft trotzdem eine gute Bildqualität. Daher wechseln immer mehr Videoportale vom älteren Flash Video zum besseren WebM um.

WebM ist somit das optimale Format für Webseiten.

Vorteile:
hohe Kompression, gute Qualität, fürs Web optimiert